Warum Diäten nicht funktionieren?

Wenn es um Gewichtsverlust geht, sind Diäten oft die erste Wahl. Sie versprechen schnelle Ergebnisse, doch die Realität sieht oft anders aus. In diesem Artikel gehen wir der Frage nach, warum Diäten meist kurzfristig wirken, langfristig jedoch selten halten, was sie versprechen.
Diäten gibt es in Hülle und Fülle. Bereits über 100 verschiedene Diäten gibt es bereits auf dieser Welt. Nach Experten sollen die 3 besten Diäten für das Jahr 2024 die Mittelmeer-Diät, DASH-Diät (Diätischer Ansatz zum Stopp von Hypertension) und die MIND-Diät sein. Weniger überzeugend waren für die Ernährungsforschern die Dukan-Diät, Keto-Diät, Atkins-Diät, Paleo-Diät und Rohkost-Diät. Doch trotz dieser Vielfalt scheitern viele Menschen mit ihren Diätversuchen. Insbesondere ist es schwierig, wenn einem über Social Media versprochen wird, wie schnell und einfach das Abnehmen ist.
Vielleicht hast auch du schon einmal eine dieser Diäten ausprobiert. Und vielleicht hast du festgestellt, dass sie nicht die erhofften Ergebnisse brachten. Aber warum ist das so?
Die Wahrheit ist, wenn Diäten wirklich so effektiv wären, wie viele behaupten, würden wir alle wie Topmodels aussehen. Doch leider ist dem nicht so. Diäten mögen zu Beginn gut funktionieren, aber auf lange Sicht sind sie selten von Dauer. Warum? Weil der Begriff „Diät“ im Grunde genommen für eine dauerhafte Veränderung der Lebensweise steht. Diät bedeutet im eigentlichen Sinne, Lebensführung oder Lebensweise. Sie zielt eben nicht auf kurzfristige Lösungen ab, also genau andersherum als die meisten Menschen denken.
Warum Diäten nicht gesund sind
Diäten setzen oft auf radikale Einschränkungen. Entweder verbieten sie bestimmte Lebensmittelkategorien oder begrenzen die Nahrungsaufnahme auf eine bestimmte Menge. Zum Beispiel zielen Low-Carb-Diäten darauf ab, die Kohlenhydrataufnahme auf bis zu 5% der täglichen Kalorien zu reduzieren. Bei Low-Fat-Diäten sollen wiederum nur maximal 10% der Kalorien aus Fett stammen. Und bei High-Protein-Diäten liegt der Fokus darauf, bis zu 40% der Kalorien aus Protein zu beziehen. Im Gegensatz dazu empfehlen Ernährungsexperten eine ausgewogene Verteilung der Makronährstoffe, mit etwa 50-60% Kohlenhydraten, 15-20% Proteinen und 25-30% Fetten. Es ist offensichtlich, dass Diäten oft zu einer drastischen Verschiebung dieses empfohlenen Verhältnisses führen, indem sie die Makronährstoffe um das Zehnfache reduzieren.
Der Grund dafür liegt darin, dass Diäten den Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht bringen können.
Warum du an Diäten scheitern wirst
Stell dir vor, du reduzierst von einem Tag auf den anderen ein Drittel deiner Nahrungsaufnahme über einen längeren Zeitraum. Zunächst wirst du vielleicht das gewünschte Gewicht verlieren. Aber was geschieht dabei mit deinem Körper? Hmmm, du hast noch nicht darüber nachgedacht? Das ist schlecht.
Dein Körper passt sich an, indem er seinen Grundumsatz herunterfährt. Das ist jene Energiemenge, die er im Ruhezustand verbraucht. Das mag zunächst in Ordnung erscheinen. Doch das eigentliche Problem tritt erst auf, wenn du die Diät beendest. Denn dann versucht dein Körper nicht nur, die verlorene Energie zurückzugewinnen, sondern er legt auch zusätzliche Reserven an, als Vorsichtsmaßnahme für zukünftige „schlechte Zeiten“.
Kurz gesagt, dein Körper interpretiert die Diätphase als Hungerperiode und reagiert, indem er sich auf Notzeiten vorbereitet. Das Ergebnis kannst du dir bestimmt schon vorstellen? Anstatt das gewünschte Gewicht zu verlieren, nimmst du am Ende mehr zu.
Fazit
Diäten erfordern oft, dass du entweder die Menge bestimmter Lebensmittel reduzierst oder vollständig darauf verzichtest. Doch dabei arbeitest du im Grunde genommen gegen deinen eigenen Körper anstatt mit ihm. Nachdem du deinen Körper für Tage, Wochen oder Monate in einen Zustand der Nahrungsknappheit versetzt hast, wird er sich nach der Diät mehr als die verlorene Energie zurückholen wollen.
Das traurige Resultat einer solchen Diät-Odyssee ist nicht nur eine mögliche Gewichtszunahme, sondern auch ein gesteigerter Frust und ein geschwächtes Selbstwertgefühl. Wenn du jedoch mit deinem Körper zusammenarbeiten möchtest, statt ihn zu bekämpfen, empfehle ich dir, den Artikel über intuitives Essen zu lesen. Hier erfährst du, wie du eine gesunde Beziehung zu Essen entwickeln und langfristig erfolgreich sein kannst, ohne dich in endlose Diäten zu stürzen.
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